Bundesligaskandal: BVB Fans werden im Gästeblock durch Hochfrequenzanlage beschallt

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Ein Mitarbeiter von 1899 Hoffenheim hat bei Gesängen von BVB Fans gegen Dietmar Hopp Hochfrequenztöne gegen den BVB Gästeblock durch ein entsprechendes Gerät eingesetzt. Wir hatten als erste Reaktion noch am Sonntagabend Kontakt mit 1899 Hoffenheim aufgenommen, mit dem Hinweis darauf das dies als eine vorsätzliche gefährliche Körperverletzung zu ahnden ist. Uns sind zwischenzeitlich mehrere Fälle bekannt, die bereits zu einer Strafanzeige gegen 1899 Hoffenheim bzw. Unbekannt geführt haben. Dies hat uns mittlerweile auch die Polizeidirektion Heidelberg bestätigt. Unter anderem hat ein Dortmund-Fan aus Pforzheim am Montag Strafanzeige gegen den Klub TSG 1899 Hoffenheim eingereicht, da er nach ärztlicher Diagnose einen Hörsturz erlitten habe.

Alle BVB Fans die durch den Einsatz der "Akkustikwaffe" Schmerzen empfunden oder sogar Schäden davon getragen haben, bitten wir sich einerseits mit uns in Verbindung zu setzen. Desweiteren empfehlen wir jedem Betroffenen ebenfalls eine Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu stellen. Eine entsprechende Strafanzeige nimmt jede örtliche Polizeidienststelle entgegen.

Wir konnten als erste Redaktion die davon berichtete, am Sonntagabend den Pressesprecher von 1899 Hoffenheim, Herrn Markus Sieger, erreichen. Der Geschäftsführer von 1899 Hoffenheim Ernst Tanner wisse nichts von einer derartigen Maßnahme und man distanziert sich ganz klar von diesem Vorgehen. Um eine schriftliche Stellungnahme hatten wir gebeten und diese kurze Zeit später auch erhalten. In dieser ersten Stellungnahme bestreitet 1899 Hoffenheim noch den Einsatz eines derartigen Gerätes zu diesem Zeitpunkt am Sonntagabend. In der abschließenden zweiten Stellungnahme am Montagabend, hat ein Mitarbeiter von 1899 Hoffenheim den Einsatz des Schalldruckgerätes gegen BVB Fans nun eingeräumt. Warum allerdings das gleiche Gerät bereits vor Monaten beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt zu sehen ist, wird in der Pressemitteilung nicht erläutert. Unbestätigten Berichten zufolge, soll das Hochdruckschallgerät bei diesem Spiel ebenfalls zum Einsatz gekommen sein.

Update 15.08.2011 19:30 Uhr - Pressemitteilung 1899 Hoffenheim
Im Laufe des Sonntages sowie des heutigen Tages wurde mehrfach berichtet, die TSG 1899 Hoffenheim habe während des Bundesligaspiels gegen Borussia Dortmund am Samstag den 13.08.2011 versucht, gegen Herrn Hopp gerichtete Schmähgesänge des Dortmunder Fanblocks mittels Störgeräuschen zu unterbinden. Die Klubführung hat nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine unverzügliche Untersuchung eingeleitet. Diese hat ergeben, dass vorrangig im Bereich des Gästeblocks Geräusche wahrgenommen wurden, die nicht mit der Stadionbeschallung in Zusammenhang stehen.

Im Laufe des heutigen Tages hat sich auch unter dem Eindruck der Medienreaktion ein Mitarbeiter der TSG 1899 Hoffenheim dazu bekannt, am Samstag während des Spiels gegen Borussia Dortmund eine entsprechende Apparatur eigenmächtig zum Einsatz gebracht zu haben. Der Mitarbeiter wollte damit nach eigener Aussage „ein Gegenmittel“ gegen die aus seiner Sicht nicht mehr erträglichen Beleidigungen gegenüber Herrn Dietmar Hopp einsetzen. Weiter hat der Mitarbeiter eingeräumt, dass er sich der Tragweite seiner Handlung nicht bewusst war und die Aktion auch einen eher scherzhaften Charakter haben sollte. Als Reaktion hat die TSG 1899 Hoffenheim entsprechende arbeitsrechtliche und disziplinarische Schritte gegen den Mitarbeiter eingeleitet. Des Weiteren wurde laut Auskunft der Polizeidirektion Heidelberg Strafanzeige gestellt.

Weder die Geschäftsführung der TSG 1899 Hoffenheim noch Präsident Hofmann oder Herr Hopp selbst wussten von der Existenz und dem Einsatz des eingesetzten Gerätes. Alle Verantwortlichen distanzieren sich ausdrücklich von dieser Aktion und entschuldigen sich bei allen Fußballfans, deren Spielerlebnis durch diese Vorkommnisse beeinträchtigt wurde. Sollte es in einzelnen Fällen tatsächlich zu einer Schädigung der Gesundheit von Stadionbesuchern gekommen sein, entschuldigt sich der Verein hierfür ebenfalls ausdrücklich. Die Führung der TSG 1899 Hoffenheim wird dafür Sorge tragen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen wird.

Update 15.08.2011 16:30 Uhr: Dortmund kein Einzelfall? Wie sich nun herausgestellt hat, sind in diversen Fanforen (u.a. bvb-forum.de) weitere Bilder aufgetaucht, die das ominöse Schallgerät auch bei weiteren Partien ohne BVB Beteiligung in Hoffenheim zeigen. So unter anderem auch beim Spiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt am 16. April 2011, wie Bilder entsprechend belegen. Ob das Schallgerät auch dort eingesetzt worden ist, konnte bislang nicht ermittelt werden. Sollte sich dies aber bestätigen, würde der Skandal sich noch weiter ausweiten als es bisher schon der Fall ist. Genau wie im Fall am vergangenen Samstag, wurde das Schalldruckgerät ebenfalls im Bereich des Gästeblocks unter der Werbeplane abgestellt. Ein Unwissen der Verantwortlichen von 1899 Hoffenheim scheint mittlerweile nicht mehr haltbar.

Update 15.08.2011 15:30 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat darauf hingewiesen, dass der Fall in die Sportgerichtsbarkeit des DFB fällt. Der DFB wiederrum hat uns gegenüber erklärt, dass für Heute keine Pressemitteilung zu erwarten sei. Eine entsprechende Mitteilung, ob der DFB Kontrollausschuss tätig wird, soll erst morgen im Laufe des Tages erfolgen.

Update 15.08.2011 14:00 Uhr: Die Polizeidirektion Heidelberg hat nun den Eingang einer Strafanzeige bestätigt. "Bei uns ist heute eine Anzeige von einem Fan aus Pforzheim eingegangen", sagt der Heidelberger Polizeisprecher Harald Kurzer, "wir haben jetzt die Ermittlungen aufgenommen" Die Beamten wollen nun klären, ob beim Spiel 1899 Hoffenheim - Borussia Dortmund ein technisches Gerät eingesetzt wurde, um die Gästefans zu beschallen und so die Schmähgesänge gegen Sportmäzen Dietmar Hopp zu unterbinden. "Wir prüfen den Verdacht der Körperverletzung", sagte Kurzer. Die Ermittlungen richten sich noch gegen unbekannt.

Update 15.08.2011 00:30: Die Redaktion von Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs hatte uns im Laufe des Abends kontaktiert. Wir konnten in der Livesendung im WDR ab 23:45 unsere Eindrücke gegenüber Arnd Zeigler vom Geschehen am Samstag in Hoffenheim schildern. Den Sendeausschnitt gibt es  hier zu sehen. Das Interview beginnt ab der 19. Minute.

Update 14.08.2011 23:20: Erstmals äußert sich auch ein Verantwortlicher von Borussia Dortmund zu den schweren Vorwürfen. Jens Volke, seines Zeichens Fanbeauftragter von Borussia Dortmund, sagte gegenüber den Ruhrnachrichten:  „Das war ein sehr lautes, schrilles Geräusch, das immer dann zu hören war, wenn Schmähgesänge angestimmt wurden. Ein grelles Fiepen, über das wir im Vorfeld des Spiels durch 1899 Hoffenheim nicht informiert wurden“, sagt Jens Volke, hauptamtlicher Fanbeauftragter des BVB. 

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Update 14.08.2011 21:15 Uhr: Pressesprecher Markus Sieger hat mit uns noch einmal telefonisch Kontakt aufgenommen. Bislang kann man sich bei Hoffenheim nicht erklären wie das Gerät vor den abgesperrten Bereich des Gästeblocks gelangen konnte. 1899 Hoffenheim distanziert sich in aller Schärfe von dieser Aktion. Einzige Erklärung von Seiten Hoffenheims wäre, das sich Einzelpersonen oder eine kleinere Gruppe Zugang zum abgesperrten Bereich vor dem Gästeblock verschafft hat.

Unserer Meinung nach erklärt dies aber nicht, warum bereits gegen 12:30 Uhr und damit vor Öffnung der Stadiontore der Hochfrequenzton deutlich auch außerhalb des Stadions zu hören war. Außerdem musste die Einzelperson oder die Gruppe dann auch Zugang zur Stromversorgung gehabt haben, weil das Gerät wie auf den Bildern zu erkennen ist, über eine Stromleitung verfügt. Ebenfalls sind auf dem Foto drei Personen identifiziert worden, die sich in der Nähe des Gerätes aufgehalten haben. Warum wurde nach dem erstmaligen ertönen des Signals die Stromversorung durch diese Personen, die in unmittelbarer Nähe standen, nicht unterbunden?

Uns liegen inzwischen auch Bilder vor, bei denen der Ordnungsdienst in Hoffenheim direkt neben dem besagten Gerät mit Kopfhörern zu sehen ist. Insofern muss mindestens eine Duldung der Anlage durch den Sicherheitsdienst stattgefunden haben. Entweder hat 1899 Hoffenheim ein echtes Sicherheitsproblem, wenn sich unbekannte Dritte Zugang und Aufenthalt in einem abgesperrten Bereich verschaffen können, oder es wird versucht etwas zu vertuschen was wir an dieser Stelle nicht belegen können. Die Sache bleibt mysteriös.

Update 14.08.2011 18:45 Uhr: Wie sich nun herausgestellt hat und Bilddokumente dies auch belegen, ist der Hochfrequenzton nicht über die Stadionsoundanlage sondern über ein eigens vor dem Gästeblock installiertes Gerät verbreitet worden. Dies bestätigt unsere Auffassung der Vorsätzlichkeit. Weitere Bilder, Videos und Tondokumente kann man uns gerne per E-Mail zukommen lassen.

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Update 14.08.2011 18:00 Uhr - Stellungnahme 1899 Hoffenheim:

Die TSG 1899 Hoffenheim hat zu keinem Zeitpunkt weder Hochfrequenztöne noch sonstige Beschallungen einzelner Tribünenbereiche im Rahmen des Bundesligaheimspieles gegen Borussia Dortmund über die Beschallungsanlage der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena vorgenommen und wird dies im Übrigen auch unter Verweis auf die DFL Spielordnung und die Grundsätze des Fairplays auch zukünftig nicht tun. Wir wurden von vereinzelten Gästen im Nachgang des gestrigen Spieles davon in Kenntnis gesetzt, dass offenbar ein Zuschauer eine lautstarke Fanfare als Fanutensil ins Stadion eingebracht und diese insbesondere - nicht aber ausschliesslich - bei diffamierenden Gesängen der Gästefans eingesetzt hat. Wir werden den Ordnungsdienst sensibilisieren, zukünftig ein besonderes Augenmerk auf das Einbringen von solchen Fanfaren zu legen. Die Vorwürfe eines vorsätzlichen Handelns des Veranstalters sind haltlos. Die TSG 1899 Hoffenheim wird sich Ihrerseits weitere rechtliche Schritte vorbehalten.

Originalbrief an Hoffenheim am 14.08.2011 um 16:30 Uhr:

Sehr geehrte Damen und Herren der Presseabteilung von 1899 Hoffenheim,

im Rahmen des Bundesligaspiels zwischen 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund wurden bei Gesängen der Anhänger von Borussia Dortmund gegenüber Herrn Dietmar Hopp hörschädigende Hochfrequenztöne gegen den Gästeblock über die Lautsprecheranlage in der Rhein-Neckar Arena gerichtet. In dieser Anfrage bitten wir um Stellungnahme:

a) Warum diese Maßnahme von Seiten 1899 Hoffenheim ergriffen wurde.
b) Inwiefern im Vorfeld eine Verträglichkeitsuntersuchung gemäß Immissionsschutzgesetz durch Ihren Verein durchgeführt wurde.
c) Im Hinblick auf die Spielordnung der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) gemäß Abschnitt III, 8. Stadionbeschallung und Anzeige-/Videotafeln die Maßnahme nicht verstößt.

Gemäß der allgemein gültigen Rechtsauffassung liegt in diesem Fall eine vorsätzliche Körperverletzung durch 1899 Hoffenheim vor. Eine Strafanzeige gegen 1899 Hoffenheim ist unserer Kenntnis nach bereits gestellt worden. Wir bitten Sie daher auch zu dieser Angelegenheit Stellung zu nehmen.

Pressespiegel: Inzwischen haben uns diverse Redaktionen großer Tageszeitungen und Onlinemagazine kontaktiert. Das Medienecho auf die Aktion in Hoffenheim ist gewaltig. Der aktuelle Pressespiegel:

Aufnahme außerhalb des offiziellen Gästeblocks:

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auf'm Platz

Sa., 18. Feb. 2012 15:30
Hertha BSC Berlin
BSCFieberkurve
Spielplan
0:1 Borussia Dortmund
BVBFieberkurve
Spielplan
(0:0-0:1)
Referee: Fritz, Marco Spectators: 74.244

Tabelle

# Team S P D
1 Dortmund 22 49 33
2 Gladbach 22 46 23
3 Bayern 22 45 34
4 Schalke 22 44 22
5 Bremen 22 36 1

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Geburtstagskinder

GERMANY, FEDERAL REPUBLIC OF Marc Hornschuh
... wird in 8 Tagen am
02. März 2012 21 Jahre alt
(* 02.03.1991)

Zitat-O-Mat

"Ich war fußballerisch noch limitierter als Jürgen Klinsmann."

Jürgen Klopp