|
30. November 2011
Was für eine Woche hatte der BVB da seinen Fans beschert. In den Medien war von der „Woche der Wahrheit“ unlängst die Rede. Zunächst stand der dritte Sieg in Folge gegen den selbst ernannten Meisterkandidaten aus München an. Bis zur letzten Saison hatte Borussia Dortmund 19 Jahre lang nicht mehr in München gewinnen können, nun folgte mit einem Paukenschlag der zweite Auswärtssieg in Serie in der bayrischen Landeshauptstadt. Vor dem Spiel hatten sich die Münchner bereits siegesgewiss auf der Zielgeraden zur Meisterschaft mit acht Punkten Vorsprung gesehen, doch es sollte völlig anders kommen. Denn dank dem goldenen Tor von Mario Götze bezwang der BVB die Bayern in ihrer Arroganz Arena. Der Frust der Bayernspieler klang noch in den Interviews nach. Sie waren viel besser und ein Unentschieden wäre doch das Mindeste gewesen. Das die Bayern aber in den gesamten 90 Minuten gerade einmal zweieinhalb Torchancen zu verzeichnen hatten, schien bei den Bayern-Akteuren untergegangen zu sein. Der FC Bayern hat ganz offensichtlich einen neuen Angstgegner: Borussia Dortmund.
Auf den süßen Sieg in München folgte eine ernüchternde Niederlage mit 2:1 gegen Arsenal London in der Champions League. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind dort auf ein marginales und zugleich leider unwahrscheinliches Maß gesunken. Zum allen Überfluß verlor der BVB an diesem Abend auch noch Sven Bender, der mindestens für die komplette Hinrunde ausfallen wird. Als ob dies jedoch nicht genug wäre, muss unsere Borussia nun sogar um das komplette europäische Aus zittern. Denn es bedarf nun mindestens eines Sieges gegen Olympique Marseille in einer Woche, um zumindest noch in die Finalrunde der Europa League einzuziehen. Ein „Wunder von Dortmund“, dass zeitgleich einen 4:0 Sieg des BVB und einem Sieg von Arsenal London gegen Piräus vorrausetzt, erscheint mehr als nur unwahrscheinlich. Dabei hätten es unsere jungen Wilden so viel einfacher haben können, wenn man sich in den ersten Spielen nicht so unterklassig verkauft hätte. Zu viele individuelle Fehler einzelner Spieler sind das Lehrgeld das der BVB in dieser internationalen Saison zu bezahlen hatte. Wenn man sich mit den besten Mannschaften Europas messen will, dürfen Unachtsamkeiten wie sie dem BVB unterlaufen sind eben nicht passieren.
Doch viel Verschnaufpause blieb unseren Profis nach der Niederlage gegen Arsenal nicht. Denn mit rasantem Tempo ging es auch schon zum heiß erwarteten Derby gegen den Blauen Reviernachbarn. In beeindruckender Manier beherrschte der BVB den Nachbarn aus der schalenlosen Stadt, die schon mehr als 50 Jahre auf die Schale sehnsüchtig wartet, in selten zuvor gesehener Art und Weise. Über das Spiel vom Mittwoch in der Champions League war zu diesem Zeitpunkt keine Rede mehr. Zu beeindruckend war die Spielweise, welche die schwarz-gelben bei diesem Revierderby an den Tag gelegt hatten. Selbst Jürgen Klopp konnte sich nach dem Spiel nicht mehr zurückhalten und schwärmte das man von der ersten bis zur 90. Minute dem Spiel den Stempel aufdrückte. Auch die Fans genossen den ersten Derbyheimsieg seit jenem legendären 12. Mai 2007, als man den blauen Reviernachbarn vom Platz an der Sonne gestoßen und so die Meisterschaft versaut hatte. Ausgelassen feierten die Fans zusammen mit der Mannschaft am Zaun den ersten Derbyheimsieg unter Jürgen Klopp.
Es war eine reine Achterbahnfahrt welche die BVB Fans diese Woche erlebt hatten. Auf der einen Seite das nationale souveräne Auftreten, was erstmalig seit dem letzten Spieltag der vergangenen Saison wieder mit dem ersten Tabellenplatz belohnt wurde. Seit acht Partien ist der BVB in der Liga bereits ungeschlagen. Ein komplett anderes Bild gibt die Borussia international ab. Magere vier Punkte und somit weniger als ein Punkt pro Spiel stehen dort für den BVB in der Gruppenphase der Champions League zu Buche. Das Aus in der Champions League scheint fast schon so gut wie besiegelt und unter Umständen beendet man die Gruppenphase auch noch als Gruppenletzter, was zeitgleich auch das Aus für die Finalrunde der Europa League bedeuten würde. Vermutlich kommt die Champions League tatsächlich noch zu früh. Die weiterhin junge Mannschaft des BVB wird sich erst noch an die enorm höhere Qualität, welche in der Champions League zweifelsohne herrscht, erst einmal langsam herantasten müssen. Aber für so etwas bleibt im internationalen Geschäft nunmal keine Zeit. Es sind nur sechs Gruppenspiele, welche eine Eingewöhnungsphase nicht erlauben. Aber vielleicht schafft unsere Borussia doch noch ein kleines Wunder und beendet die Gruppenphase zumindest als Dritter der Gruppe. Am Ende der Woche stehen zwei außergewöhnliche Siege und eine schmerzhafte Niederlage für den BVB auf der Habenseite. Unvergesslich wird sie für die meisten BVB Fans allemal bleiben.
Neue Videos


-
1534 Klicks
-
1822 Klicks
-
500 Klicks
-
3297 Klicks
-
677 Klicks
-
74 Klicks
-
108 Klicks
-
77 Klicks
-
43 Klicks
-
174 Klicks
-
86 Klicks
-
2107 Klicks
-
1166 Klicks
-
690 Klicks
-
253 Klicks
-
1450 Klicks
-
1156 Klicks
-
638 Klicks
-
533 Klicks
-
1392 Klicks






Lukasz Piszczek
Mario Götze