| Westfalenstadion |
| Daten des Spielorts | |
|---|---|
| Kürzel des Spielorts: | WSF |
| Address: |
Strobelallee 50 44139 Dortmund Deutschland |
| Homepage: | http://www.signal-iduna-park.de/ |
| Plätze für Zuschauer: | 80720 |
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Austragungsort Beschreibung
Das Westfalenstadion ist mit 80.552 Zuschauerplätzen in Bundesliga-Konfiguration das größte reine Fußballstadion Deutschlands. Es ist die Spielstätte unseres BVB und war bereits mehrfach Austragungsort internationaler Fußballturniere, zuletzt bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, sowie von Heimspielen der deutschen Nationalmannschaft. Das Stadion mit den markanten gelben Pylonen der Dachkonstruktion ist ein Wahrzeichen der Stadt Dortmund und wird von uns Fans liebevoll "der Tempel" genannt. Die Times kürte das Westfalenstadion sogar zum schönsten und emotionalsten Fußballstadion der Welt:
"Borussia Dortmund’s ground is a classic. Two huge end terraces (and they are terraces, with the use of safe standing) that fling noise down at the playing area with deafening intensity. This place was built for football and for fans to express themselves. Every European Cup final should be held here. The best atmosphere on the Continent on a game-to-game basis."
Ein langer Weg bis zum Stadionneubau
Die Stadt Dortmund musste für den Neubau des Westfalenstadions damals nur 6 Millionen Mark bezahlen. Für ein komplett neues Stadion ein enorm günstiger Preis, der aber auch seine Hürden zu bewältigen hatte. Denn es galt bis zum Baubeginn einige Probleme aus dem Weg zu räumen. Nur eines war sofort klar, dass das Stadion "Rote Erde" unlängst ziel zu klein geworden war und nicht länger den Bedürfnissen gerecht wurde. Ein entsprechender Neubau eines Stadions war bereits in der Mitte der 60er Jahre geplant, aber immer wieder verschoben worden. Im Jahre 1965 hatte Fritz Kauermann, damals Sportdezernent der Stadt Dortmund, vorgeschlagen direkt neben der bisherigen Roten Erde ein zweites reines Fußballstadion zu errichten. Zwei Jahre später stellte die SPD Fraktion im Stadtrat unter Vorsitz von Ratsherr Günter Samtlebe den entsprechenden Antrag, um die Stadionplanung endlich in Gang zu bringen. Die Bewerbung Deutschlands um die Fußballweltmeisterschaft 1974, brachte den Stein dann endgültig ins Rollen. Es wurden entsprechende Pläne erarbeitet und Konzepte für ein Stadionneubau vorgelegt. Das Stadion sollte 60.000 Zuschauer fassen, wovon die Hälfte überdacht sein sollte. War zu Beginn noch die Rede von 25 Millionen Mark, so stieg die geplante Summe später auf bis 60 Millionen Mark an und der Stadionneubau schien damit bereits vom Tisch.
Doch es wurde schließlich dann doch noch eine kostengünstige Alternative für den Stadionneubau gefunden. Sportdezernent Rüttel las über einen Stadion-Neubau in Montreal, welches in Fertigbauweise errichtet wurde. Daraufhin wurden Informationen eingeholt und das Fertigbauweisenkonzept auf Dortmund umgemünzt. Am Ende stand die Summe für das Stadion bei nur noch 27 Millionen Mark. Der Bund und das Land beteiligten sich an den Kosten mit 16 Millionen Mark, zusätzlich zu den Millionen die durch die Lotterie-Erlöse der Glücksspirale hinzu kamen. Jedoch gab es bei der ganzen Sache einen Haken. Der Deutsche Fußball Bund teilte den Dortmundern mit, dass das neue Stadionkonzept, nicht mehr den Anforderungen für die WM 1974 genügen würde. Das entsetzen in Dortmund war groß und trotz der Entscheidung des DFB, wurde heimlich weiterhin für Dortmund als WM-Standort geworben.
Erneut war es dann jedoch Erich Rüttel, der dem DFB dann Dortmund als Ersatzstandort für die WM vorgeschlagen hatte. Denn neben Dortmund standen noch ganz andere Stadionneubauprojekte auf der Kippe. Am 6. Juli 1971 kam der Anruf von DFB Präsident Neuberger, dass Dortmund als Ersatzstandort anerkannt wird. Kurze Zeit später war ein Standort tatsächlich gestrichen worden. Köln hatte seine Stadionneubauprojekte aus Kostengründen begraben. Trotz dieser Mitteilung, dass Dortmund WM-Standort werden wird, zögerte der Stadtrat immer noch. Am 4. Oktober 1971 fällte er aber dann doch noch eine Entscheidung. Mit 40 Stimmen für den Stadionneubau und nur 13 Gegenstimmen wurde der Bau endgültig beschlossen.
Einige Zahlen zum Stadionneubau des Westfalenstadions:
- 50.000 Kubikmeter Boden wurden ausgehoben
- 1500 Tonnen Betonstahl wurden verarbeitet
- 6500 Kubikmeter Beton-Fertigteile
- 6300 Kubikmeter Beton
- 750 Tonnen Stahl wurden für das Dach verwendet
- 34 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft und geräumt
- 50.000 Quadratmeter fasst das Grundstück
- 4 Tribünen für insgesamt 54.000 Zuschauer

Eröffnet wurde das Stadion mit einem Benefizspiel zwischen Borussia Dortmund und dem alten Rivalen Schalke Meineid 04, der zu Gunsten des wirtschaftlich angeschlagenen Reviernachbarn ohne Gage antrat. Die Blauen siegten mit 3:0. Das Vorspiel und damit das eigentliche erste Spiel im Stadion bestritten die Damenmannschaften des TBV Mengede und des VfB Waltrop. Zur Saison 1974/75 zog der BVB vom Stadion Rote Erde in die neue Spielstätte direkt nebenan um. Das erste Bundesligaspiel, das in diesem Stadion ausgetragen wurde, fand am 2. April 1976 zwischen dem VfL Bochum (der während des Neubaus des Ruhrstadions im April 1976 hierher umzog) und dem FC S03+1 statt (1:4); erster Torschütze in einem Bundesligaspiel war dabei Erwin Kremers. Die Borussia selbst spielte zu diesem Zeitpunkt noch in der 2. Bundesliga Nord.
Das Stadion blieb bis Anfang der 1990er Jahre baulich nahezu unverändert. 1992 erfolgte die Umrüstung von Steh- zu Sitzplätzen durch das Hochbauamt der Stadt Dortmund. Die auf der Nordtribüne befindlichen Stehplätze wurden zu Sitzplätzen, wodurch sich das Fassungsvermögen auf 42.800 verringerte.
Umbau und Erweiterung
Zwischen 1995 und 1999 wurde eine erste Umbauphase realisiert. Ziel war die Aufstockung und Erweiterung durch Errichtung eines Oberrangs bei allen Tribünen. Der ausführende Architekt der 1. und 2. Ausbaustufe war Ulrich Drahtler vom Dortmunder Architekturbüro Gustav Schulze und Partner, Tragwerksplaner das Büro Engels Ingenieure Dortmund. Begonnen wurde mit West- und Osttribüne an den Längsseiten des Spielfeldes. Nach dem Ausbau der beiden Tribünen hatte das Westfalenstadion eine Kapazität von 55.000 Zuschauern. Auf der Westtribüne befindet sich seitdem die Ehrentribüne; zudem wurde dort ein VIP-Bereich eingerichtet.
In der zweiten Ausbaustufe wurden auch Nord- und Südtribüne mit einem Oberrang überbaut. Auf der Nordtribüne wurden im Oberrang Sitzplätze errichtet, während der Oberrang der Südtribüne traditionell als Stehplatz realisiert wurde. Als reine Stehplatztribüne fasst die Südtribüne seitdem fast 25.000 Zuschauer (exakt: 24.454) und ist damit die größte in Europa; insgesamt bot das Stadion nach diesem Ausbau 68.600 Besuchern Platz. Bei internationalen Spielen kann die Stehplatztribüne innerhalb kurzer Zeit mit Sitzplätzen bestückt werden. Die Zuschauerkapazität des Stadions verringert sich dabei um rund 15.000 Plätze. Die erste Ausbaustufe wurde von der Hochtief AG durchgeführt, die zweite vom Osnabrücker Baukonzern Köster AG. Zwischen den Jahren 2002 und 2003 wurde die dritte Ausbaustufe durchgeführt. Ziel war es, die bislang offenen Stadionecken zu schließen und damit die Kapazität des Stadions weiter zu erhöhen. Planende Architekten waren das Architekturbüro Schröder Schulte-Ladbeck, die Tragwerksplanung übernahm die Firma Engels Ingenieure GmbH, Berger & Berger.
Nach der dritten Ausbaustufe belief sich die Kapazität des Stadions auf knapp 83.000 Zuschauer. Die Außenseite der Nordtribüne wurde verglast, im Inneren befinden sich Gastronomiebereiche. Auffälliges bauliches Merkmal sind die außengeführten, leuchtend gelben Stahlpylonen, die weit über das Dach hinausragen und von vielen Punkten der Stadt sichtbar sind. Ein letzter Umbau zur Vorbereitung des Stadions auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fand in der Sommerpause 2005 durch die Architekten der Dortmunder „Planungsgruppe Drahtler“ statt. Es erfolgte die Installation eines elektronischen Zugangssystems, die Aufwertung der Plätze für Behinderte, der Umbau der VIP-Bereiche, der Spielerkabinen und der sanitären Einrichtungen. Aufgrund der Umbaumaßnahmen der Tribünen fielen 1.500 Zuschauerplätze weg, und das Stadion bot noch Platz für 81.264 Zuschauer. Die UEFA deklarierte das Westfalenstadion anschließend zum Elitestadion. Es ist damit eines der Stadien, in denen Endspiele der Champions League oder der Europa League stattfinden dürfen.
Nach der offiziellen Beschwerde eines Familienvaters, welcher aufgrund der teilweise dicht gedrängt stehenden Zuschauer auf der Südtribüne die Unversehrtheit seiner Kinder gefährdet sah, bestand die Bezirksregierung Arnsberg darauf, zur Erhöhung der Sicherheit zusätzliche Freiflächen im Stehplatzbereich des Westfalenstadions einzurichten. Mit dieser Maßnahme sollen Rettungswege frei gehalten werden, welche im Notfall dem Sanitätspersonal schnellen Zugang zum Unfallort gewähren bzw. bei Bedarf eine schnelle Evakuierung der gesamten Tribüne ermöglichen. Durch die Umsetzung wurde zum Start der Bundesligasaison 2006/07 die Kapazität des Stadions noch einmal auf 80.708 Plätze reduziert. Bei internationalen Spielen, bei welchen ausnahmslos Sitzplätze erlaubt sind, beträgt die Zuschauerkapazität 65.718.
2007 erfolgte eine weitere Baumaßnahme an der vor der Nordostecke gelegenen ehem. Geschäftsstelle von Borussia Dortmund, dem August-Lenz-Haus. Neben einem zweigeschossigen Fanshop wurde mit dem Strobels eine gastronomische Einrichtung mit Biergarten angelegt. Die Umbauplanungen für die 1993 errichtete und seit längerem leerstehende ehem. Vereinsverwaltung wurden ebenfalls von der Dortmunder „Planungsgruppe Drahtler“ durchgeführt. Während der Fußball-WM 2006 wurde das August-Lenz-Haus vorübergehend als Standort des FIFA-WM-Organisationskomitees Dortmund genutzt.
Zur Saison 2008/2009 wurde die Kapazität um 156 Plätze auf, von da an, 80.552 verringert. Diese Verkleinerung der Kapazität kam dadurch zustande, dass auf der Nordtribüne eine komplette Reihe von Sitzplätzen, von dieser Saison an, nicht mehr für den Kartenverkauf zur Verfügung stand, da es sich hierbei um Plätze mit einer eingeschränkten Sicht für die Zuschauer handelte. Die Bezirksvertretung Innenstadt-West beschloss Anfang 2006, eine Straße in Stadionnähe Am Westfalenstadion zu nennen. Der Verein wertete diese Entscheidung als unsensibel gegenüber dem Sponsor, während viele BVB-Fans und Dortmunder erfreut waren, dass der traditionsreiche Name nun mit der Straße erhalten bleibt.
Zu Beginn der Saison 2010/11 erhöhte sich die Kapazität leicht auf nun 80.720 Zuschauer. Aufgrund von Besucherbeschwerden wegen beeinträchtigter Sicht wurde der direkt vor dem Gäste-Stehplatzblock liegende Block 8 ebenfalls in einen Stehplatzblock umgewandelt. Die Anzahl der Stehplätze auf der Nordtribüne erhöhte sich somit auf 2.905.
Borusseum
Seit dem 19. Dezember 2008, dem 99. Geburtstag des Vereins, existiert in der Nordostecke des Stadions das „Borusseum“, ein Museum rund um die Geschichte unseres Vereins. Maßgeblich geplant wurde das Borusseum von der Fan- und Förderabteilung des BVB sowie vom amtierenden Schatzmeister des Vereins, Reinhold Lunow. Aufgrund der Schulden des Vereins wurde das Museum komplett aus Spenden finanziert.
Klubmannschaften
1. Bundesliga 2010/2011 - Borussia Dortmund (BVB)
Nächste Begegnungen
| Sonntag, 26. Februar 2012 | ||||||
| 17:30 | 1. Bundesliga 2011/2012 | ![]() | Borussia Dortmund | - | ![]() | Hannover 96 |
| Samstag, 03. März 2012 | ||||||
| 18:30 | 1. Bundesliga 2011/2012 | ![]() | Borussia Dortmund | - | ![]() | 1. FSV Mainz 05 |
| Samstag, 17. März 2012 | ||||||
| 15:30 | 1. Bundesliga 2011/2012 | ![]() | Borussia Dortmund | - | ![]() | Werder Bremen |
| Freitag, 30. März 2012 | ||||||
| 15:30 | 1. Bundesliga 2011/2012 | ![]() | Borussia Dortmund | - | ![]() | VfB Stuttgart |
| Dienstag, 10. April 2012 | ||||||
| 15:30 | 1. Bundesliga 2011/2012 | ![]() | Borussia Dortmund | - | ![]() | FC Bayern München |
| Samstag, 21. April 2012 | ||||||
| 15:30 | 1. Bundesliga 2011/2012 | ![]() | Borussia Dortmund | - | ![]() | Borussia Mönchengladbach |
| Samstag, 05. Mai 2012 | ||||||
| 15:30 | 1. Bundesliga 2011/2012 | ![]() | Borussia Dortmund | - | ![]() | SC Freiburg |















Marc Hornschuh